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Gartentherapie

Integrative Gartentherapie

Integrative Gartentherapie, obwohl als Disziplin noch sehr jung, ist ein Teil der so genannten Neuen Naturtherapien, die man zur Krankenbehandlung und Förderung von Gesundheit, Wohl-befinden, Entspannung, Minderung der Symptomatik und Heilung einsetzt.
Diese ist eine der ursprünglichsten Therapieformen überhaupt. Sie greift zu den Mitteln, die es schon immer gab, in denen der Kern unseres Wesens fest verankert ist – zu Erde, Pflanzen, Bäumen, Tieren, Naturphänomenen, Düfte und Farben, den Landschaften, die uns umgeben, um im weiteren Sinne des Wortes zu heilen, begleiten und unterstützen.
Die Natur, mit all ihren Angeboten, ist ein Medium, das den Menschen als Körper-Seele-Geist-Subjekt einlädt, sich mit allen Sinnen zu erleben und zu erfahren, ob durch die Arbeit, Acht-samkeit im Grünen, kreative Tätigkeiten, Spaziergänge oder ein neugieriges Beobachten. Es entstehen viele Eindrücke; wir tasten, sehen, schmecken, empfinden, erfahren Raum und das Fließen der Zeit… Wir erfahren uns im Prozess des Ko-respondenzprozesses, der ununterbro-chen vor unseren Augen abläuft. Diese Erfahrung machen wir durch Reflexion und Integration zu Selbsterfahrung und Selbsterkennungsprozess.
Die Integrative Therapie, die von Prof. H. Petzold, Prof. J. Sieper und Ilse Orth ausgearbeitet wurde, sieht den Menschen als Leib in seiner Lebenswelt, seiner Welt voller Perspektiven und Bewegungen immer in einem Kontext und immer in der Zeitspanne, als Teil der Sozialen Welt, deren Qualitäten er ständig übernimmt und verleiblicht. Der Mensch ist ein Kreatives und Schöpferisches Wesen, das durch seine Spontaneität und Flächigkeit zum Staunen seiner Per-sönlichkeit und sein Können entfalten kann1.

Therapeutisches Ziel:
• Entfaltung, Unterstützung, Verfestigung der Wahrnehmung, Motorik, Aufmerksamkeit, Geschicklichkeit, Selbstwirksamkeit und Selbstständigkeit
• Unterstützung des Kognitiven, emotionalen und sozialen Lernens individuell und in der Gruppe
• Erdung, bewusstes erfahren der Zugehörigkeit zu dem Lebendigen, zur Natur im Ganzen und deren Prozessen
• Stärkung des Immunsystems, Entspannung, Erholung, Vitalität, Stressreduktion, Angst-und Schmerzlinderung
• Entfaltung der Kreativität und schöpferischen Potenziale, gestalterischen Möglichkeiten
• Edukative Erfahrung – Gärtnerisches Wissen

Zielgruppe:
Kinder im Kindergartenalter, Schulkinder, Jugendliche, Erwachsene, Besucher der Sozialeinrichtungen, Alten- und Jugendhilfen, Kindergärten, Reha-Kliniken, Suchteinrichtungen, Flüchtlingseinrichtungen usw.
Bei der Integrativen Arbeit wird die Individualität jedes einzelnen unter der Berücksichtigung der Mehrperspektivität betrachtet – seiner ethnischen, kulturellen, religiösen Herkunft, seines Alters, Genders usw.
Einsatz: Gartentherapie unterstützt psychische, pädiatrische (z.B. ADHS, ADS, Autismus), neurologische, traumatische, demenzielle Erkrankungen, Suchterkrankungen, Burn-Out

Durchführung/Standort:
Outdoor: Garten, Gewächshaus, Wiese, Wald
Indoor: Kindergarten, Schule, Klinik, Altersheim, Wohnung, Praxis usw.